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Biografie

Der deutsche Bariton Birger Radde wurde von der Presse für sein "warmes Timbre" (Hamburger Abendblatt), "seine bewegliche Stimme und darstellerisches Talent" (Orfeo Opernzeitschrift) gewürdigt und fühlt sich sowohl auf der Konzert-, als auch auf der Opernbühne zu Hause.

Im BOZAR/Brüssel und de Singel/Antwerpen debütierte der Bariton 2011 mit den Bassarien in der Matthäuspassion von J. S. Bach. Bei den Andechser Carl Orff Festspielen 2011 sang Birger Radde den dritten Strolch in einer Neuinszenierung von Orffs "Die Kluge".

Opernengagements verpflichteten Birger Radde in der Spielzeit 2010/11 u.a. als Tarquinius in "The Rape of Lucretia" von B. Britten und als Harlekin in "Ariadne auf Naxos" von R. Strauss an das Theater Altenburg/Gera, die Opernfestspiele Miskolc/Ungarn und das Theater Winterthur/Schweiz. In Zusammenarbeit mit der Berliner Choreografin Sasha Waltz wirkte er bei einer Neuinszenierung der Oper "Passion" von Pascal Dusapin am Pariser Theatre des Champs Elysees mit. Zuvor sang der Bariton die Hauptrolle des Andrea Cocle bei der Wiederentdeckung der musikalischen Komödie "Die stumme Serenade" von E. W. Korngold in Freiburg. Zu seinen Fachpartien zählen u.a. Conte in Mozarts "Le nozze di Figaro" oder Wolfram in Wagners "TannhŠuser".

Erste Bühnenerfahrungen machte Birger Radde schon während seiner Studienzeit an der Oper Leipzig, der Musikalischen Komödie Leipzig und dem Staatsschauspiel Dresden. Birger Radde studierte zunächst an den Hochschulen in Dresden und Leipzig und schloss sein Studium im Sommer 2008 an der Yale School of Music in den USA ab. Zu seinen Lehrern gehören u.a. Prof. Hans-Joachim Beyer (Leipzig), Prof. James Taylor (Yale), Rudolph Piernay und Neil Semer. Meisterkurse bei Christian Gerhaher, Christoph Pregardien, Richard Miller und Norman Shetler ergänzen seine Ausbildung. In der Liedklasse von Prof. Karl-Peter Kammerlander/Weimar erhielt er Anregungen im Bereich der Liedgestaltung.

2008 gastierte der Bariton beim Norfolk Chamber Music Festival/USA als Orfeo in der gleichnamigen Oper von Cl. Monteverdi. Er war des weiteren bei Festivals wie dem Schleswig Holstein Musikfestival, dem Europäischen Musikfest Stuttgart, dem Bachfest Leipzig und den Mendelssohn Musiktagen in Krakau zu hören. Birger Radde arbeitete bisher mit der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Ensemble Modern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Bachcollegium Stuttgart oder der Hannoverschen Hofkapelle zusammen.

Neben den Oratorien und Kantaten von J. S. Bach gehören J. Brahms "Ein deutsches Requiem", J. Haydns "Die vier Jahreszeiten" und F. Mendelssohns "Elias" zu seinem breitgefächerten Konzertrepertoire. Birger Radde arbeitete dabei mit Dirigenten wie Hellmut Rilling, Marc Albrecht, Frank Ollu, Attilio Cremonesi, Simon Carrington und Stephen Layton zusammen. Der Bariton sang in der Berliner Philharmonie, der Stuttgarter Liederhalle, dem Gewandhaus Leipzig oder der Accadmia St. Cecilia/Rom.

Auch dem Liedgesang fühlt sich der Bariton verpflichtet. Dabei verbindet ihn eine enge künstlerische Partnerschaft mit dem kanadischen Pianisten Ilya Poletaev. Gemeinsam führte sie zuletzt eine ausgedehnte Konzerttournee mit Werken des rumänischen Komponisten George Enescu durch Italien und Rumänien.

Birger Radde ist Preisträger des Gesangswettbewerbs "Kammeroper Schloss Rheinsberg" 2009 und des BIMFA Competion 2010. Förderung erhielt er u.a. durch Stipendien der Yale University/USA und des Europäischen Musikfestes Stuttgart.

Es liegen Aufnahmen bei den Labels CPO und Edition Chrismon vor.

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